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Die Rente vom Chef: Betriebliche Altersvorsorge (4)

Vorteile für den Arbeitnehmer

Jeder Arbeitnehmer hat grundsätzlich einen rechtlichen Anspruch auf eine betriebliche Altersvorsorge. Der größte Vorteil bei dieser Form der Altersvorsorge ist die Steuerersparnis sowie die Ersparnis bei den Sozialabgaben, denn bis zu einem Beitrag von 2.640 Euro pro Jahr sind die Beiträge sozialversicherungs- und steuerfrei.

In der Regel kann der Betrag zur bAV auch flexibel angepasst werden, beispielsweise bei einer Gehaltserhöhung oder einer Veränderung in der Arbeitsstundenzahl. Auch ist eine Unterbrechung des Vertrages möglich, zum Beispiel wenn der Arbeitnehmer in Elternzeit geht.

Im Falle eines Arbeitgeberwechsels kann die bAV auch vom neuen Arbeitgeber oder privat fortgeführt werden. Alternativ kann die bAV beitragsfrei gestellt werden. Wer arbeitslos wird, muss sich auch keine Gedanken um sein angespartes Kapital machen. Bei der betrieblichen Altersvorsorge besteht ein vorzeitiger Verwertungsschutz bei Arbeitslosengeld II, das heißt, sie ist in aller Regel pfändungssicher.

Im Insolvenzfall des Arbeitgebers sind die Ansprüche unverfallbar, wenn die Beiträge arbeitnehmerfinanziert waren. Falls der Arbeitgeber die Beiträge finanziert hat, tritt die Unverfallbarkeit fünf Jahre nach Erteilung der Versorgungszusage ein. Bei alten Verträgen (vor dem 01.01.2009 geschlossen) muss der Arbeitnehmer zusätzlich das 30. Lebensjahr vollendet haben, damit seine Ansprüche nicht entfallen. Bei neueren Verträgen, die nach diesem Zeitpunkt geschlossen wurden, genügt die Vollendung des 25. Lebensjahres.

Hinzu kommt, dass der Arbeitnehmer bei der bAV von geringeren Verwaltungs- und Abschlusskosten profitiert, als bei einer privaten Altersvorsorge. Dies ist darin begründet, dass diese Kosten auf eine breitere Masse an Personen umgelegt werden.

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- Die betriebliche Altersvorsorge und Steuern

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