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Das ändert sich für Sie 2014 (4)

SEPA - Zahlungsverkehr ohne Grenzen

Am 1. Februar 2014 ist es so weit – die nationalen Zahlverfahren und Standards in der EU werden mit SEPA (Single Euro Payments Area) zu einem grenzüberschreitenden Zahlungsverkehr vereinheitlicht. Künftig soll nicht mehr zwischen Inlands- und Auslandszahlungsverkehr unterschieden werden. Seit Anfang 2008 werden daher nach und nach europaweit einheitliche Standards für Überweisungen, Lastschriften und Kartenzahlungen umgesetzt. Aufgrund der europäischen Gesetzgebung lösen die SEPA-Zahlverfahren die heutigen nationalen Verfahren mit Kontonummer und Bankleitzahl ab – mit Nutzung der internationalen Bankleitzahl BIC (Business Identifier Code) und der internationalen Kontonummer IBAN (International Bank Account Number).

Chancen durch SEPA

Der einheitliche Euro-Zahlungsverkehrsraum bietet insbesondere international tätigen Unternehmen viele Chancen und Vorteile.

  • Steuerung des Zahlungsverkehrs im europäischen Binnenmarkt über ein Konto.
  • Einfache und schnelle Zahlungen.
  • Der Zeitpunkt des Geldeingangs aus der Rechnungslegung kann bei der neuen Lastschrift selbst bestimmt werden.
  • Mehr Sicherheit dank einheitlicher Regelungen.
  • Liquiditätssteuerung im europäischen Ausland optimierbar.
  • Nutzung von Einsparpotenzialen.

IBAN und BIC

Die IBAN (International Bank Account Number) ist die internationale Bank-Kontonummer. Bei Überweisungen ins Ausland wird zukünftig auf dem Überweisungsträger oder im Online-Banking die IBAN statt der Kontonummer angegeben. Der Business Identifier Code (BIC) ist vergleichbar mit der Bankleitzahl in Deutschland. Neben der IBAN wird der BIC als zweites Identifikationsmerkmal für die jeweils Konto führende Bank zur Weiterleitung von Zahlungen benötigt. Die Angabe des BIC soll in mehreren Schritten bis 2016 entfallen (voraussichtlich ab 2014 innerhalb Deutschlands und ab 2016 für internationale Zahlungen).

SEPA-Lastschrift und SEPA-Überweisung

Bereits seit 2009 können Unternehmen mit den SEPA-Lastschriftverfahren (SEPA-Basis-Lastschrift und SEPA-Firmen-Lastschrift) Gelder von Konten innerhalb des Euro-Währungsraumes einziehen lassen. Die Verfahren ähneln dem der deutschen Einzugsermächtigung und dem des Abbuchungsauftrags. Für neue Verträge müssen Unternehmen als Grundlage für die SEPA-Lastschriftverfahren ein schriftliches SEPA-Mandat beim Kunden einholen. Das SEPA-Überweisungsverfahren wurde bereits 2008 eingeführt und umfasst europaweit einheitliche Regeln für Überweisungen in Euro. Die Überweisungsdauer beträgt maximal einen Bankarbeitstag – unabhängig davon, in welchem Land des SEPA-Raums der Empfänger sein Konto unterhält.

redaktionell verantwortlich: mittelstanddirekt