Zwei starke Genossenschaftsbanken planen einen großen Schritt in Richtung Zukunft

Volksbank Kur- und Rheinpfalz eG und RV Bank Rhein-Haardt eG nehmen Fusionsgespräche auf

v.l.n.r. Volksbank Kur-und Rheinpfalz eG: Winfried Szkutnik (Vorstand), Till Meßmer (Vorstand), Jürgen Kappenstein (Stv. Aufsichtsratsvorsitzender), Dirk Borgartz (Stv. Vorstandssprecher), Rudolf Müller (Vorstandssprecher), Reinhard Oelbermann (Aufsichtsratsvorsitzender). RV Bank Rhein-Haardt eG: Sonja Merkel (Aufsichtsratsvorsitzende), Christine Herold (Stv. Aufsichtsratsvorsitzende), Mathias Geisert (Vorstand), Thomas Sold (Vorstand)

Die Volksbank Kur- und Rheinpfalz eG und die RV Bank Rhein-Haardt eG planen einen großen Schritt in Richtung einer möglichen gemeinsamen Zukunft.

Beide Banken sind seit Jahren erfolgreich. Allerdings stehen gerade Regionalbanken vor großen Herausforderungen. Die anhaltende Niedrigzinsphase, eine zunehmende Digitalisierung, neue und immer größer werdende Wettbewerber und eine starke Bankenregulierung, die zu unverhältnismäßigen Belastungen führt, lassen auch Genossenschaftsbanken nicht unberührt.

Um diesen Entwicklungen frühzeitig entgegenzuwirken und auch zukünftig für Mitglieder und Kunden ein weiterhin starker Partner zu sein, nehmen die Volksbank Kur- und Rheinpfalz eG und die RV Bank Rhein-Haardt eG Gespräche über einen Zusammenschluss beider Häuser auf. Beide Banken sind wirtschaftlich sehr gut aufgestellt. Es besteht aktuell ökonomisch gesehen keine Notwendigkeit einer Fusion.

Die Vorstände haben jedoch die Aufgabe, die Genossenschaftsbank vor Ort im Sinne ihrer Mitglieder gezielt auf die kommenden, herausfordernden Jahre bestmöglich vorzubereiten. Auch die Aufsichtsräte beider Häuser haben die Aufnahme der Gespräche einstimmig beschlossen.

Motivation hierfür ist die nachhaltige Sicherung der genossenschaftlichen Mehrwerte in einem starken Lebens- und Wirtschaftsraum Kur- und Rheinpfalz mit der Vision, „die Bank der Regionen“ zu schaffen.

Klare Prämisse dabei ist die Weiterbeschäftigung aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Sicherung der Präsenz in der Fläche, Fortführung der gelebten Kundenbetreuung und Weiterführung der werteorientierten Geschäftspolitik.

In einer ersten Information über die Gespräche zeigten sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gegenüber dem geplanten Vorhaben durchaus positiv gestimmt. Für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ergeben sich durch eine Fusion attraktivere Karrierechancen und zahlreiche Spezialisierungsmöglichkeiten.

Die Fusionsgespräche zwischen beiden Häusern sind naheliegend. Die Banken pflegen bereits seit Jahren eine sehr gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit, beispielsweise im Rahmen der Ausbildung von Mitarbeitern und gemeinsam realisierter Finanzierungen.

Nun folgt innerhalb der nächsten Monate die Verhandlungsphase zum Zusammenschluss zu einer gemeinsamen Bank.

Die bisherigen intensiven und auf Augenhöhe geführten Sondierungsgespräche stimmen beide Banken optimistisch, dass eine Fusion im Jahr 2019 im Rahmen von beschließenden Vertreterversammlungen möglich ist.

Im Erfolgsfall entsteht eine Genossenschaftsbank, die fast 800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt, die rund 80.000 Mitglieder und ca. 186.000 Kunden betreuen. Ein Fusionshaus würde eine Bilanzsumme von rund 4,5 Mrd. Euro aufweisen. Der Sitz der Bank wäre in Speyer. In Frankenthal würde mit dem Neubau am Jahnplatz ein weiterer Verwaltungs- und Vorstandssitz entstehen.

Damit entstünde ein sehr gutes Fundament, um das genossenschaftliche Geschäftsmodell mit starker regionaler Verwurzelung und exzellenter Beratungsqualität zukunftsweisend auszurichten.