„Die Villa Körbling passt besser zu uns als ein Wolkenkratzer aus Glas und Stahl“

Denkmalgeschützte Villa nach umfassender Sanierung durch Volksbank Kur- und Rheinpfalz wiedereröffnet

Nach ca. 12 Monaten Bauzeit hat Speyer (wieder) einen architektonischen Hingucker mehr: Die 1911 errichtete, denkmalgeschützte Villa Körbling wurde am vergangenen Samstag von der Volksbank Kur- und Rheinpfalz in einer Feierstunde wiedereröffnet. Ab Anfang Oktober werden rund 15 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Unternehmensbereichs Private Banking in der Villa arbeiten und Privatkunden in einem ansprechenden Ambiente betreuen.

von links nach rechts: Achim Seiler (Generalbevollmächtigter/Prokurist und Leiter Private Banking), Dirk Borgartz (stellv. Vorstandssprecher), Winfried Szkutnik (Vorstand), Oberbürgermeister Hansjörg Eger, Rudolf Müller (Vorstandssprecher), Till Meßmer (Vorstand), Stephan Nagel (Abteilungsdirektor Vermögensbetreuung Firmenkunden)

Der Speyerer Augenarzt Eberhard Körbling ließ das Jugendstilgebäude in den Jahren 1910-1911 nach den Plänen des Landauer Architekten Karl Barth errichten. 2011 erwarb dann die Volksbank Kur- und Rheinpfalz  die Villa, die das Gebäudeensemble der Volksbank zwischen der Oberen und Unteren Langgasse abrundet. „Die Villa Körbling passt besser zu uns als ein kalter Wolkenkratzer aus Glas und Stahl“, so Vorstandssprecher Rudolf Müller, der sich mit dem Ergebnis der Bauarbeiten sehr zufrieden zeigte. Müller dankte der Speyerer Stadtverwaltung und dem Denkmalschutz für den vertrauensvollen und intensiven Dialog, der es erlaubt habe, eine sinnvolle Balance zwischen denkmalpflegerischen Anforderungen, einer praktischen Nutzbarkeit und wirtschaftlichen Erwägungen zu finden.
Zu diesem Schluss kam auch Winfried Szkutnik, der als zuständiger Volksbank-Vorstand die Sanierung und Modernisierung der Villa Körbling maßgeblich begleitet hat. So habe man beispielsweise bei den über hundert Jahre alten Holzfenstern einen guten Kompromiss gefunden, indem nur auf der Frontseite zur Bahnhofstraße die Fenster in ihrem Originalzustand erhalten blieben – die übrigen Fenster wurden durch originalgetreue Nachbauten ersetzt. Auch die markante Holztreppe und die Holzvertäfelungen blieben erhalten und wurden komplett restauriert.
Beim Umbau der Villa Körbling habe man eine strenge Kostendisziplin geübt, so Szkutnik. „Angesichts projektierter Kosten von 3 Millionen Euro und tatsächlichen Gesamtkosten von rund 2.959.000 Euro möchte ich von einer Punktlandung sprechen“, erklärte Szkutnik. „Als Genossenschaftsbank war es für uns dabei eine Selbstverständlichkeit, dass wir das regionale Handwerk bei einer solchen Baumaßnahme berücksichtigen. Viele Unternehmen aus Speyer und Umgebung waren beteiligt, somit bleiben nahezu alle Gelder hier in der Region.“

Die Räume der Villa Körbling werden künftig für die Privatkundenbetreuung genutzt

Charakteristisch für die Villa sind neben den rundbogig geschlossenen Dachgauben der an der Fassade zur Bahnhofstraße im Erdgeschoss halbrund hervortretende Erker und der im Obergeschoss die mittlere Fenstergruppe betonende Segmentgiebel. Die Wandflächen sind durch wellige vertikale Bahnen mit einem Ornament aus Perlschnüren gegliedert. Im Erdgeschoss der Villa Körbling befinden sich künftig vier Kundenberatungszimmer, in den darüber liegenden Etagen die Arbeitsräume für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Volksbank. Die Villa Körbling nutzt Fernwärme der Stadtwerke Speyer und unterstützt damit das Klimaschutzkonzept der Stadt.

Oberbürgermeister Eger: „Ein Schmuckstück der Speyerer Stadtgeschichte“

Der Speyerer Oberbürgermeister Hansjörg Eger dankte der Volksbank Kur- und Rheinpfalz für die Sanierung der Villa Körbling. Sie sei ein Beleg dafür, dass sich die Volksbank als Institut der Region verpflichtet fühle, für die Stadt Speyer etwas zu tun. „Ich bin mir sicher“, so Eger, „hätte sich die Volksbank Kur- und Rheinpfalz nicht der Villa Körbling angenommen, dann hätten wir dieses wunderbare Schmuckstück der Speyerer Stadtgeschichte nicht retten können.