Elektronische Tafel fördert den Entdeckergeist

Volksbank und Sparkasse ermöglichen die Anschaffung eines Whiteboards

NEULUSSHEIM. Finn fährt mit dem Finger über die Tafel, hinterlässt dort seinen Namen. „Das ist total cool“, sagt der Zweitklässler und auch sein Klassenkamerad Leon ist völlig entzückt, öffnet im Menü die virtuelle Tastatur und tippt „Vielen Dank“ an die Tafel, für die man keine Kreide mehr braucht. Den Dank richten die Schüler der Lußhardtschule an Stefan Butz, Filialdirektor der Sparkasse Heidelberg, Mark Eisinger, Regionaldirektor der Volksbank Kur- und Rheinpfalz, sowie an seine Kollegin, Privatkundenbetreuerin Heike Derwaritsch. Die beiden Finanzinstitute haben
es ermöglicht, dass im Klassenzimmer der 2c nun ein Whiteboard anstelle einer normalen Tafel hängt. Sie steuerten jeweils eine große Summe bei, damit in Zukunft interaktiv und multimedial gearbeitet werden kann. „Das ist eine gute Vorbereitung für die weiterführenden Schulen“, meint Heike Derwaritsch, die sich am Entdeckergeist der Schüler erfreut.

Hin zu neuen Ufern (v. r.): Mark Eisinger und Heike Derwaritsch von der Volksbank Kur- und Rheinpfalz sowie Stefan Butz von der Sparkasse Heidelberg freuen sich, dass Finn, Leon und Mia-Sophie zusammen mit Klassenlehrerin Bettina Sram und Rektorin Christiane Harz so viel Spaß am Unterricht mit dem Whiteboard haben.

Denn wie das neue Whiteboard funktioniert, das lernen sie spielerisch schnell. „Kinder sind viel offener und neugieriger, was neue Medien angeht“, hat Klassenlehrerin Bettina Sram schnell bemerkt. Durch den Einsatz des Whiteboards würden sie sich Unterrichtsinhalte
besser merken, als wenn sie herkömmlich vermittelt würden. Zusammen mit ihren Schülern will die Lehrerin das Halbjahr nutzen, um sich mit den Möglichkeiten der neuen Tafel vertraut zu machen, so dass sie im kommenden Schuljahr richtig zum Einsatz kommen kann.
Dass das Whiteboard den Unterricht erleichtert, dessen ist sich Rektorin Christiane Harz sicher. „Mithilfe einer Kamera kann man Buchseiten direkt auf die Tafel übertragen, so dass die Kollegen nicht mehr von Kind zu Kind laufen müssen, um zu zeigen, auf welcher Seite gerade an welcher Übung gearbeitet wird“, erklärt sie und erkennt noch einen weiteren
Vorteil: das Speichern. Wird eine normale Tafel jeden Tag wieder saubergewischt, so lassen sich mit dem Whiteboard Anschriebe auf der Festplatte speichern und jederzeit wieder abrufen. Software für einzelne Fächer. Nach und nach soll nun passende Software für den Unterricht angeschafft werden. Die Schulbuchverlage würden hier nach und nach Angebote bereitstellen, weiß Lehrerin Bettina Sram. Die Schüler der Klasse 2 c freuen sich jedenfalls nun umso mehr auf den Unterricht. Damit jedoch nicht nur sie in den Genuss der neuen Anschaffung kommen, wird wohl in Zukunft das Zimmer auch mal stundenweise mit anderen Klassen getauscht. „Wir hoffen, dass wir irgendwann vielleicht sogar für jede Klassenstufe ein eigenes Whiteboard haben“, meint Rektorin Christiane Harz. Der Anfang ist jedenfalls gemacht – und der sieht vielversprechend aus: Mia-Sophie, Leon und Finn zücken den virtuellen Radiergummi, um auf dem Whiteboard ihre Namen zu löschen und Platz zu schaffen: für neue Unterrichtsinhalte, so interaktiv und multimedial, wie es sie an der Lußhardtschule noch nie gab.

Quelle: Mit freundlicher Genehmigung der Schwetzinger Zeitung/Hockenheimer Tageszeitung