Hockenheim: Volksbank Kur- und Rheinpfalz informiert über das Thema Pflege & Vorsorge

Expertenvorträge zu Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht und Absicherungsmöglichkeiten im Pflegefall stoßen auf hohes Interesse

Die Wahrscheinlichkeit, dass heute in einer Partnerschaft mindestens ein Partner pflegebedürftig wird, liegt bei 86 %. Gleichzeitig haben weit über 90 % der Pflegeversicherten in Deutschland noch nicht ergänzend vorgesorgt. Was diese beiden Zahlen für den Alltag der Betroffenen bedeuten und wie man selbst aktiv werden kann, war Thema einer Informationsveranstaltung der Volksbank Kur- und Rheinpfalz in der Regionaldirektion Hockenheim.

Rund 60 Interessierte waren der Einladung der Volksbank gefolgt und nutzten die Gelegenheit, um sich über die wichtigsten Fakten zum Thema Pflege und Vorsorge zu informieren. Nach einer Begrüßung durch Mark Eisinger, Regionaldirektor der Volksbank Kur- und Rheinpfalz in Hockenheim, gab Bernd Gräser, Rechtsanwalt und Justitiar im Baden-Württembergischen Genossenschaftsverband (BWGV) a. D., eine sachlich fundierte Einführung in das Thema Vorsorge. Gräser referierte über mögliche Inhalte, Vor- und Nachteile einer Vorsorgevollmacht und die Möglichkeiten einer Patientenverfügung, die greift, wenn der Patientenwille nicht mehr selbst geäußert werden kann.

In Deutschland gibt es 10 Mal mehr Vollkasko- als Pflegezusatzversicherungen

Im anschließenden Vortrag von Martin Tenta, Privatkundenbezirksleiter bei der R+V Versicherung, standen die häufigsten Irrtümer zum Pflegerisiko und Absicherungsmöglichkeiten im Pflegefall im Fokus. „In Deutschland gibt es zehn Mal mehr Vollkasko- als Pflegezusatzversicherungen“, so Tenta. „Viele Deutsche glauben nach wie vor, dass die gesetzliche Pflegeversicherung ausreicht – doch diese ist und bleibt nur eine ‚Teilkasko‘-Versicherung.“
Die dadurch entstehende Versorgungslücke könne im Pflegefall zu erheblichen finanziellen Belastungen führen, denn bereits ab Pflegestufe II muss bei einer häuslichen Pflege durch Pflegedienste mit Mehrkosten von 1.356 Euro monatlich gerechnet werden. Auch die Pflegestärkungsgesetze I+II der Bundesregierung würden die Situation der Pflegenden nur wenig verbessern, so Tenta.

Regionaldirektor Eisinger: „Vielen brennt dieses Thema auf den Nägeln“

Die Volksbank Kur- und Rheinpfalz zog ein positives Fazit der Veranstaltung. „Der hohe Besucherzuspruch und die zahlreichen Wortmeldungen im Anschluss an die Vorträge haben gezeigt, dass Fragen rund um die Vorsorge und Pflege vielen auf den Nägeln brennen“, so Regionaldirektor Eisinger. „Mit dieser Informationsveranstaltung wollten wir Wege aufzeigen, wie der Einzelne gegen den drohenden Pflegenotstand aktiv werden und dazu beitragen kann, nicht nur sein eigenes Vermögen, sondern auch das seiner Kinder zu sichern.“